Hunderassen

Der Berner Sennenhund – der gutmütige Familienhund

Gut­mü­tig und freund­lich – die­se bei­den Eigen­schaf­ten beschrei­ben den Ber­ner Sen­nen­hund ganz gut. Mitt­ler­wei­le gehört er zu den fami­li­en­freund­lichs­ten Hun­de­ras­sen über­haupt und ist sogar einer der bekann­tes­ten auf der Welt. Wer einen treu­en Beglei­ter sucht, der ger­ne an gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten mit sei­nem Hal­ter teil­nimmt und sich in der Fami­lie wohl­fühlt, hat genau die rich­ti­ge Ent­schei­dung, mit die­ser Hun­de­ras­se getrof­fen.

Steck­brief

Name Ber­ner Sen­nen­hund
FCI-Grup­pe Grup­pe 8 : Appor­tier­hun­de, Stö­ber­hun­de, Was­ser­hun­de
Her­kunft Frank­reich
Wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen mit­tel­groß, Fami­li­en­hund, Blin­den­hund, Begleit­hund
Wider­rist­hö­he Zwi­schen 24 cm und 60 cm, je nach Pudel­art
Gewicht zwi­schen 4 kg und 30 kg
Lebens­er­war­tung etwa 12 bis 17 Jah­re
Fell lockig
Fell­far­be von Schwarz bis Weiß
Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten intel­li­gent, ele­gant, treu, lie­be­voll, lern­wil­lig, aben­teu­er­lus­tig, ver­spielt, gehor­sam

Das Aussehen des Berner Sennenhundes

Der Ber­ner Sen­nen­hund gehört zu den Hun­de­ras­sen, die schon auf den ers­ten Blick beein­dru­ckend sind. Allein die kräf­ti­ge Sta­tur und die tol­len Far­ben sind ein Blick­fang. Rüden errei­chen eine statt­li­che Grö­ße zwi­schen 64 cm und 70 cm. Hün­din­nen hin­ge­gen blei­ben etwas klei­ner und wer­den nur 58 cm bis 66 cm groß. Der Grö­ßen­un­ter­schied spie­gelt sich auch im Gewicht wider. Rüden errei­chen ein End­ge­wicht bis zu 44 kg und Hün­din­nen bis zu 40 kg.

Beson­ders auf­fal­lend in der Erschei­nung ist das Fell des Ber­ner Sen­nen­hun­des. Er hat lan­ges, dich­tes und glän­zen­des Fell, wel­ches ihm sogar bei küh­le­ren Tem­pe­ra­tu­ren Schutz bie­tet. Das Fell ist in der Regel drei­far­big. Die Grund­far­be ist Schwarz. Wei­ße und brau­ne Abzeich­nun­gen sind an der Brust und auch an wei­te­ren Stel­len des Kör­pers zu erken­nen. Auch im Gesicht die­ser Hun­de­ras­se sind deut­li­che Farb­ab­zeich­nun­gen erkenn­bar, wel­che die Hun­de­ras­se aus­zeich­nen und das Gesamt­bild abrun­den.

Der Charakter des Berner Sennenhundes

Soll­test du dich für einen Ber­ner Sen­nen­hund ent­schei­den, ist es wich­tig, dass du alle Cha­rak­ter­zü­ge die­ser Ras­se kennst. Loya­li­tät, Gut­mü­tig­keit, selbst­be­wusst, wach­sam und treu ist der Ber­ner Sen­nen­hund eben­falls. Du wirst mit die­ser Hun­de­ras­se einen lie­be­vol­len und treu­en Beglei­ter an dei­ner Sei­te haben. Alle Cha­rak­ter­zü­ge, die beson­ders gut zu einem Fami­li­en­hund pas­sen. Dort fühlt sich der Vier­bei­ner schließ­lich am wohls­ten. Für ihn ist es wich­tig, dass er sei­ne Fami­lie um sich hat. Der Ber­ner möch­te sei­ner Fami­lie gefal­len und hat den Wunsch, sie glück­lich zu machen.

Doch nicht nur als Fami­li­en­hund wird der Ber­ner ger­ne gese­hen. Auch als Arbeits­hund wird er heu­te ein­ge­setzt. Grund dafür ist sei­ne aus­ge­spro­chen hohe Intel­li­genz und sein hoher Arbeits­ei­fer. Die Ras­se ist sehr lern­freu­dig und vor allem anpas­sungs­fä­hig, sodass sie in ver­schie­de­nen Arbeits­be­rei­chen wert­vol­le Hel­fer sind. Der Ber­ner Sen­nen­hund ist daher in ver­schie­de­nen Berei­chen ger­ne gese­hen.

Die Erziehung eines Berner Sennenhundes

In Hin­blick auf die Erzie­hung zeigt sich, dass die genann­ten Cha­rak­ter­zü­ge die­ser Ras­se für eine leich­te Erzie­hung spre­chen. Vor­aus­set­zung dafür ist jedoch, dass du kon­se­quent bleibst. Das bedeu­tet nun nicht, dass du streng zu dei­nem Hund bist oder ihm nichts erlaubst. Du musst dei­ne Regeln, die du dei­nem Vier­bei­ner auf­stellst, ledig­lich kon­se­quent wie­der­ho­len, damit er sie ver­in­ner­licht. Ber­ner Sen­nen­hun­de haben in der Regel auch kei­nen Jagd­trieb, was in der Erzie­hung eben­falls Vor­tei­le bringt. Schließ­lich ist die Reiz­schwel­le der Hun­de sehr nied­rig, sodass du dich auf einen ange­neh­men Beglei­ter im All­tag ein­stel­len kannst.

Die Haltung des Berner Sennenhundes

Wer sich für die­se Hun­de­ras­se ent­schei­det, soll­te sicher sein, dass er auch in den All­tag passt. Damit ist nicht gemeint, Zeit für drei Gas­si­run­den zu haben, son­dern viel­mehr, sei­nen Bedürf­nis­sen nach­zu­ge­hen. Hin­zu kommt, dass der Ber­ner Sen­nen­hund eine lan­ge Lebens­er­war­tung mit­bringt. Dem­entspre­chend soll­te man sich im Kla­ren sein, dass man min­des­tens neun Jah­re Ver­ant­wor­tung für sei­nen Hund über­neh­men muss. Mit einem Hund ver­än­dert sich das gan­ze Leben. Dazu haben wir schon ein­mal einen aus­führ­li­chen Arti­kel geschrie­ben. 😊

Nicht zu ver­ges­sen ist, dass es sich um eine gro­ße Hun­de­ras­se han­delt, die bis zu 50 kg schwer wer­den kann. Ein gro­ßer Gar­ten kann daher ein Vor­teil sein, ist aber kein Muss. Es ist bedeu­tend wich­ti­ger, aus­rei­chend Zeit für sei­nen Vier­bei­ner zu haben. Auch gro­ße Hun­de brau­chen schließ­lich aus­rei­chend Beschäf­ti­gung und Pfle­ge.

Die Gesundheit des Berner Sennenhundes

Wie bei allen ande­ren Hun­de­ras­sen auch kann es zu bestimm­ten Erb­er­kran­kun­gen beim Ber­ner kom­men. Die Hüft­dys­pla­sie, kurz HD, ist eine der Erkran­kun­gen, die auf­tre­ten kön­nen. Bei die­ser Krank­heit wer­den die Gelen­ke der Hüf­te nicht kor­rekt aus­ge­bil­det, was wie­der­um star­ke Schmer­zen und Ent­zün­dun­gen ver­ur­sa­chen kann. Außer­dem tritt die Augen­er­kran­kung PRA (pro­gres­si­ve Reti­na­atro­phie) des Öfte­ren bei die­ser Hun­de­ras­se auf.

Natür­lich ist es für dich als Hal­ter wich­tig, auf die Gesund­heit dei­nes Hun­des zu ach­ten. Unter ande­rem nei­gen gro­ße Hun­de­ras­sen zur Gefahr einer Magen­dre­hung. Bei die­ser Erkran­kung dreht sich der Magen dei­nes Hun­des und blo­ckiert die Blut­zu­fuhr. Dazu wer­den wir noch ein­mal einen aus­führ­li­chen Arti­kel ver­fas­sen.

Wenn du sicher­ge­hen möch­test, dass dein Hund gesund ist, ach­te auf einen seriö­sen Züch­ter und infor­mie­re dich über alle Erb­krank­hei­ten aus der Zucht. Eine Zucht darf schließ­lich nur statt­fin­den, wenn alle Hun­de frei von Erb­krank­hei­ten sind. Regel­mä­ßi­ge Besu­che beim Tier­arzt sind eben­falls sinn­voll, um Krank­hei­ten vor­zu­beu­gen.

Die Ernährung eines Berner Sennenhundes

Eine aus­ge­wo­ge­ne, nähr­stoff­rei­che Ernäh­rung ist bei einem Ber­ner Sen­nen­hund sehr wich­tig. Ach­te am bes­ten auf ein hoch­wer­ti­ges Fut­ter mit einem hohen Fleisch­an­teil. Viel Eiweiß ist eben­falls gut geeig­net. Außer­dem soll­test du dar­auf ach­ten, dass du dei­nem Vier­bei­ner Obst, Gemü­se, Phos­phor und Kal­zi­um anbie­test. In voll­wer­ti­gem Hun­de­fut­ter sind die­se wich­ti­gen Bau­stei­ne ent­hal­ten.

Für dei­nen Ber­ner Sen­nen­hund eig­net sich nicht nur rei­nes Tro­cken­fut­ter, son­dern auch Nass­fut­ter oder Barf. Wich­tig bei dei­ner Wahl ist ledig­lich, dass du auf ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Fut­ter zurück­greifst. Ach­te dar­auf, dass kei­ner­lei Geschmacks­ver­stär­ker, Farb­stof­fe oder auch Kon­ser­vie­rungs­stof­fe ent­hal­ten sind.

Soll­test du dir bei der Wahl des Fut­ters oder aber auch der Fut­ter­men­ge nicht sicher sein, frag am bes­ten beim Züch­ter dei­nes Hun­des nach oder infor­mie­re dich bei dei­nem Tier­arzt oder einem Ernäh­rungs­be­ra­ter für Hun­de.

Fazit : Der Berner Sennenhund – ein gutmütiger und ausgeglichener Begleiter

Ein treu­er und idea­ler Fami­li­en­be­glei­ter ist der Ber­ner Sen­nen­hund alle­mal. Ihm macht es nicht ein­mal etwas aus, wenn Kin­der mit im Haus leben, die auch mal lau­ter sein kön­nen. Auch als Erst­hund eig­net sich die­se Hun­de­ras­se beson­ders gut. Man soll­te jedoch ein­ge­hend dar­auf ach­ten, den Hund aus­rei­chend zu beschäf­ti­gen und gro­ße Gas­si­run­den mit ihm zu gehen. Ide­al wäre natür­lich ein Haus mit Hof oder Gar­ten, wo er sich frei bewe­gen kann. Ein Muss ist es jedoch nicht.

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